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Erfahrungsbericht

Wann und wo finden die Kurse statt?
Der Workshop den ich mitgemacht habe fand an einem Samstag statt.
Um 9. 30 Uhr ging es los. Das war schon ziemlich früh, aber man wurde schnell wach und hat die Müdigkeit vergessen.
Der Workshop selber fand im Jugendtreff in Ratzeburg statt, das „Gleis 21“ .

Wie waren die Kursteilnehmer?

Ich hatte ein wenig Angst vor dem Workshop, weil ich niemanden vorher kannte. Außerdem wusste ich nicht wie die Leute sein würden, wie alt, woher sie kommen usw.
Wir saßen am Anfang in einem großen Stuhlkreis und Petra Schörling, die Veranstalterin des Workshops, hat sich vorgestellt. Danach sollten wir uns auch einmal vorstellen.
Nach dieser Vorstellungsrunde war ich dann schon etwas beruhigter. Alle waren zwischen 14 und 22 Jahre alt. Es gab ein paar Leute die sich schon von der Schule kannten, aber auch einige die alleine da waren.
Einige hatten erzählt, dass sie ganz gerne mal ein wenig oder auch mehr Alkohol trinken würden und andere mochten gar keinen.
So habe ich dann schon einen kleinen Eindruck von der Gruppe bekommen. Die erste Aufgabe sollte dann in 3 Gruppen gelöst werden, die Petra einteilte. Also mischten wir uns untereinander und alle Berührungsängste waren weg. In meiner Gruppe sollten wir die verschiedenen Folgen von Alkohol sammeln und auf Karten schreiben und dann kurz der Gruppe vorstellen.

Ihr habt also nicht den ganzen Tag Cocktails gemixt sondern vorher auch einen theoritischen Teil gehabt?

Also theoretisch kann man nicht wirklich sagen. Der Tag war in zwei Teile gegliedert.
Zum Einen war da der Vormittag der ein wenig auf das Thema einstimmen sollte und dann der Nachmittag der zum Cocktails mixen gedacht war.
Nach dieser Gruppenaufgabe haben wir zum Beispiel „Promillebrillen“ ausprobieren dürfen. Das sind Brillen die zeigen wie stark das Sehvermögen eingeschränkt ist wenn man 1,6 Promille im Blut hat. Wer wollte konnte mit dieser Brille auf einer Linie versuchen zu gehen oder einen Ball fangen und in einen Eimer werfen. Das war nicht nur für die Leute mit der Brille lustig sondern vor allem für die die zusehen durften.
Außerdem haben wir Tabu gespielt und mussten Begriffe erraten rund ums Thema Alkohol und Party.
Dann haben wir noch ein kurzes Rollenspiel gemacht. Zum Glück war wirklich alles freiwillig, denn ich mache solche Sachen immer nicht so gerne. Trotzdem war das Rollenspiel lustig. Wir konnten während des ganzen Vormittags auch über die Erfahrungen mit Alkohol miteinander reden.

Und dann ging es ans shaken?

Fast. Petra hatte für uns alle Pizza bestellt die dann geliefert worden ist. Außerdem gab es Bionade zu trinken. Also hieß es erstmal Mittagspause. In der Pause kam dann auch der Barkeeper aus Hamburg.

Wie wurde dann der 2. Teil des Tages gestaltet?

Christian Brannath kam ja aus Hamburg angereist und hatte eine Menge Sachen zum Cocktails mixen dabei. Er hat sich dann kurz vorgestellt und dann musste sich jeder einen Shaker, Messer oder Obst schnappen und das kurz waschen.
Dann konnten wir aber endlich anfangen. Der erste Cocktail sollte ein Ipanema sein, das ist die alkoholfreie Variante eines Caipirinhas.
Wir standen an einem langem Tisch, jeder ein Schneidebrett mit Messer vor sich. Herr Brannath hat dann alles Schritt für Schritt erklärt.
Erst die Limetten vierteln, dann zerdrücken, brauner Zucker drüber, crushed Eis drüber usw usw.
Dann war er fertig und wir konnten unseren ersten Cocktail probieren. Ich kannte den vorher gar nicht. Er war wirklich sehr lecker.
Wir wollten ja noch 3 weitere Cocktails lernen und haben schnell wieder das Glas ausgespült und dann ging es weiter.
Mit jedem Cocktail wurde es ein wenig schwieriger und ich muss zugeben, dass ich das ganze ein wenig unterschätzt hatte. Es gibt wirklich viel zu beachten und so viele Unterschiede zwischen den Geräten, der Art zu shaken und solche Sachen.
Außerdem war das lange stehen teilweise schon anstrengend, aber man wurde ja immer mit einem leckeren Cocktail belohnt.

Danach war bestimmt ein ganz schönes Chaos zum aufräumen, oder?

Ja, es war alles ganz schön durcheinander und viel dreckiges Geschirr, aber alle haben angepackt und dann war das auch schnell erledigt, sodass wir dann gegen 16 Uhr nach Hause gehen konnten.

Wie geht es jetzt nach diesem Workshop weiter?

Petra wird uns nach Bedarf anrufen, wenn sie Shaker für den Cocktailwagen bei Veranstaltungen braucht. Dann werden wir auf dem Wagen stehen und Cocktails mixen. Ein bisschen Angst habe ich davor schon noch, weil das echt viel und hektisch wird, aber ich freue mich auch sehr darauf.
Alle waren wirklich sehr nett und ich fühle mich schon fast wie ein echter Barkeeper.